Am 06.05.1962 wurde der Grundstein für die St. Erhards-Kirche in Oberahrain gelegt, welche bereits am 19.07.1964 konsekriert werden konnte. Mit der Errichtung der Kirche wurde Ahrain selbstständige Seelsorgestelle. Am 1. Januar 1967 wurde Ahrain Pfarrei.
Die modere Ausgestaltung der Pfarrkirche stammt von dem bekannten Künstlerehepaar Reidel aus Obergangkofen. Im Mittelpunkt des Chorraumes befindet sich über dem Hochaltar ein einfaches, großes Kreuz. Darunter wurde der Tabernakel in die Wand eingelassen. Das golden leuchtende Kunstwerk zeigt feine Relief-Darstellungen mit acht Motiven aus dem Leben Jesu: Geburt Jesu zu Bethlehem, Versuchung in der Wüste, Totenerweckung des Lazarus, Taufe Jesu im Jordan, Einzug in Jerusalem, Jesu vor Pilatus, Kreuzigung und Auferstehung.
Rechts im Kirchenschiff findet sich der Kirchenpatron St. Erhard mit dem Stein von Frauenberg dargestellt. Der hl. Erhard war etwa um 700 Bischof von Regensburg. Er gründete 7 Klöster in den Vogesen. Als er die blindgeborene hl. Odilia taufte, erhielt diese ihr Augenlicht wieder. Der Legende nach wurde er von Altheimer Bauern vertrieben und schwamm auf einem Stein über die Isar, um schließlich in Frauenberg Zuflucht zu finden.
Auf der linken Seite bietet eine Schutzmantel-Madonna Zuflucht für betende Menschen. Das Zepter in der Hand unterstreicht ihre Würde als Königin des Himmels.
Der Kreuzweg Christi wird in ausdrucksvollen Reliefen dargestellt. Die Orgel erklang zum ersten Mal am Heiligen Abend des Jahres 1967 in der Kirche. Sie ist ein Werk des Orgelbauers Michael Weise aus Plattling. Besonders bemerkenswert ist das Glasfenster an der Rückseite der Kirche. Es zeigt die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Grundform des Dreiecks ist ein Symbol des dreieinigen Gottes, die drei bunten Felder weisen auf die drei Personen des einen göttlichen Wesens hin. Der untere Abschluss symbolisiert die vier Evangelisten.