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Markt Essenbach
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Essenbach

Anschrift:
Essenbach, Schulstraße 1
Telefon: 08703 2223
http://www.pfarramt-essenbach.de

Pfarramt Essenbach

Pfarrkirche Mariä HimmelfahrtPfarrkirche Mariä Himmelfahrt 2

Essenbach wurde 831 erstmals urkundlich erwähnt. Die Brüder Konrad und Friedrich von Perge stifteten 1263 ein Gotteshaus. Sie ließen ihre Burg in einer Kirche umbauen. 1470 wurde dieser romanische Bau ein eine spätgotische Kirche mit Rippengewölbe und erweitertem Presbyterium umgestaltet. Der Turm wurde erst 1713 durch die Anfügung des südlichen Seitenschiffs mit der Kirche verbunden.

Nördliches Seitenschiff: Hier befindet sich die Marien- oder Frauenkapelle, die wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angebaut wurde. Die bemerkenswerten Stukkaturen im Gewölbe stammen aus der Zeit von 1670 bis 1680. Die Anrufungen aus der lauretanischen Litanei zeigen im Mittelfeld die Kreuzigung Christi, umrahmt von Engelsfiguren.
Farbige Wandgemälde zieren die Seitenwände. Eines davon zeigt eine Schutzmantelmadonna mit der Familie des Matthias Schütz, ein Wohltäter und Stifter der Kirche. Ihm gewidmet ist auch das darunter angebrachte Epitaph. Die Gruft der Familie Schütz befindet sich direkt unter der Marienkapelle.
Am Altar steht eine Marienstatue, umgeben von ihren Eltern Anna und Joachim. Der Aufbau ist im Stil des Rokoko ausgefertigt.

Südliches Seitenschiff: Die Michaelskapelle ist bedeutend einfacher gehalten als die Frauenkapelle. Allerdings steht hier der älteste Altar der Kirche. Das Altarblatt des viersäuligen Barock-Kunstwerkes mit den Akanthusschnitzereien zeigt St. Michael im Kampf mit Luzifer.

Mittelschiff: Der Hochaltar ist im Stil des Spätrokoko mit klassizistischen Elementen gehalten. Wie die beiden Seitenaltäre entstammt er Entwürfen von Christian Jorhan d.Ä. Das Hochaltarblatt stellt die Aufnahme Mariens in den Himmel dar. Umrahmt wird es von vier Säulen und vier Seitenfiguren (die hll. Katharina und Barbara, Johannes und Paulus als Wetterheilige; Namensgebung der beiden letztgenannten Heiligen ist nicht eindeutig.)
Die beiden Seitenaltäre befinden sich am Chorbogen. Sie präsentieren sich ebenfalls im Stil des Rokoko. Das linke Altarblatt zeigt das Martyrium des hl. Sebastian, das rechte die Anbetung der heiligen drei Könige.
Über dem Schalldeckel der Rokoko-Kanzel schwebt ein Engel mit einer Posaune. Die barocken Wangen der Kirchenstühle zeigen schönes Akanthusschnitzwerk.

1911 wurde die Empore angefügt und die Sakristei 1985 vergrößert. 1994 wurde die Orgel angeschafft. 1997 wurde der Turm renoviert, ein neuer Glockenstuhl mit Gegenpendelanlage eingebaut und die Balustrade vollkommen erneuert.

St.Wolfgang in Essenbach

Die Legende besagt, dass St. Wolfgang auf seinen Reisen im 10. Jahrhundert an diesem Ort Rast gemacht hat. Mindestens seit dem 14. Jahrhundert stand hier die Kapelle, die heute als Chorraum dient. Bereits in gotischer Zeit fanden Wallfahrten auf den Wolfgangsberg statt. Heute hält die Pfarrei Essenbach jährliche Bittprozessionen ab. Das alte Bauernhaus bei der Kirche dient als Begegnungsstätte der Pfarrei.

Außenansicht: Chorraum, Langhaus und Turm bilden eine Linie von Osten nach Westen. Während die Nordwand fensterlos ist, hat die Südwand ein gotisches Spitzbogen-, ein schmales Rechteck- und ein Rundbogenfenster. Der viergeschossige Turm liegt an der westlichen Giebelseite. Über dem achteckigen Glockengeschoss sitzt die ebenfalls achteckige Zwiebel mit Goldkugel und Kreuz.

Innenansicht: Die Stufen führen in einen hohen und farbigen Innenraum hinab. Leider wurde mehrmals in die Kirche eingebrochen und wertvolle Ausstattungselemente gestohlen. Der barocke Hl. Wolfgang als Hauptfigur des Altares wird daher nur bei Gottesdiensten aufgestellt. Der quadratische Altarraum zeichnet sich durch gotisches Chorgestühl und einen barocken Altar in dunkelgrün, flankiert von neuzeitlichen Südtiroler Schnitzwerken und vergoldeten Säulen, aus. Die Kanzel weist einen polygonen Korpus mit Ecksälen, Muscheln und Fruchtgehänge auf. Das Beachtenswerte dieser Kirche sind aber die gotischen Fresken, die um 1900 freigelegt und restauriert wurden. Die farbigen Bilder zieren die Altarraum- und Langhauswände und sind besonders sehenswert. Sie müssen bereits vor 1425 entstanden sein.

St.Ägidius Unterwattenbach

Der spätgotische Bau mit dem romanischen Langhaus entstand in der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert.

Außenansicht: Die Kirche ist ein unverputzter Backsteinbau. Das flach gedeckte Langhaus hat stärkere Mauern und keinen Sockel. Am Chorraum befinden sich schwache Dreiecklisenen und ein Dachfries. Der dreigeschossige Turm hat einen quadratischen, mit Spitzbogenblenden belebten Unterbau und einen achtseitigen Oberbau. Der moderne Spitzhelm sitzt auf vier Giebeln.

Innenansicht: Im Westen wird das Langhaus durch einen moderne Vorhalle betreten. Der Chor zeichnet sich durch ein netzförmiges Rippengewölbe auf Wandpfeilern und Schildbögen aus. Das Turmuntergeschoss birgt die Sakristei.
Der barocke Hochaltar hat einen Aufbau mit vier gedrehten Säulen. Das Altarblatt des Malers Georg Franz Fischer stellt die Glorie des hl. Ägidius dar. Die Seitenfiguren zeigen die hll. Christopherus und Augustinus. Das Antependium ziert Akanthuschnitzwerk. Weiters befinden sich im Chor schöne spätgotische Holzfiguren: St. Urban, St. Ägidius, St. Christopherus und St. Stephan.
Bei der Renovierung 1986 wurden spätgotische Wandmalereien freigelegt. 1989 baute man eine neue Orgel ein.

St. Johann Baptist, Unterunsbach2St. Johann Baptist, Unterunsbach

Außenansicht: Der kleine Bau aus dem 18. Jahrhundert hat westlich einen Turm mit achteckigem Aufbau und Kuppel. Südöstlich am Chor befindet sich die Sakristei. Die Außenwände zieren Lisenen.

Innenansicht: Der Innenraum weist Pilastergliederung und ein durchlaufendes Tonnengewölbe mit Stichkappen auf. Der zweisäulige Altar wurde um 1770 errichtet. Am Altarblatt ist die Taufe Christi dargestellt. St. Barbara und St. Katharina sind die beiden Seitenfiguren. Die Barock-Kanzel zieren Säulchen und Bilder der Evangelisten. Die Orgel zeigt sich im Stil des Spätrokoko. St. Anna Selbdritt und Johannes der Täufer sind in zwei spätgotischen, bemalten Holzfiguren dargestellt. 1997 wurde die bis dahin unbespielbare Orgel restauriert.

St. Martin, Oberwattenbach

Außenansicht: Der spätgotische Bau aus dem 15. Jahrhundert hat südlich des Langhauses eine Vorhalle. Der Turm befindet sich nördlich am Chor und birgt die Sakristei. Sein quadratisches Untergeschoss zeigt ein einfaches Gesims, das achtseitige Obergeschoss abgesetzte Eckstreben und kurze Mittelstreben. Der spitze Steinhelm aus der Erbauungszeit ist mit Blech verkleidet. Der Chor hat seinen Sockel und ein Dachfries.

Innenansicht: Das dreijochige Langhaus und der Chor zeigen ein Tonnengewölbe mit Stichkappen und Wandpilaster. Die Sakristei hat ein sternförmiges Rippengewölbe. Chorbogen und Fenster wurden barockisiert. Die Einrichtung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Rokoko-Altar hat zwei gewundene Säulen und zwei geschweifte Pilaster. Das moderne Altarblatt wird von zwei Figuren flankiert. 1992 wurde eine neue Orgel eingebaut.


Altheim

Anschrift:
Dorfstraße 76
Telefon: 08703 1301
www.stpeter-altheim.de

 Als Altheim im Jahre 883 erwähnt wurde, besaß der Ort mindestens eine Kirche und damit auch einen Geistlichen, der in seinem Rang dem eines Pfarrers entsprach. Die kuriose Lage des Ortes, durch den eine Diözesangrenze verlief, verursachte, dass Altheim zwei gleichrangige Kirchen um das Jahr 1000 aufzuweisen hatte. Ein Gotteshaus (St. Andreas) gehörte zur Diözese Regensburg, während die andere Kirche (St. Peter) auf dem Gebiet des Bistums Freising lag.

Dank der Hilfe des fürstlichen Hofes in Landshut konnte im Jahre 1456 durch eine hochherzige Spende der Erweiterungsbau der Pfarrkirche vollendet werden. Zehn Jahre später entstand die lebensgroße Petrus-Statue, die heute noch das Gotteshaus ziert. Die Sorge der Altheimer galt damals nicht nur der Petruskirche, auch St. Andreas wurde vergrößert und durch herrliche Fresken geschmückt. Diese Renovierung bezeugt die Jahreszahl 1490, die in die Portalplatten eingeritzt ist.

Zur Pfarrei gehörten alle Orte des heutigen Marktes mit Ausnahme von Mettenbach. Im Jahre 1813 wird von insgesamt 2.012 Seelen berichtet. Im Jahr 1906 wurden schon „4.000 Seelen und einhalb Dutzend Filialen“ gezählt. 1922 wurde in die Erhebung der Filiale Essenbach zur Pfarrei und damit zur Trennung von Altheim eingewilligt. 1962 erhielt die Expositur Mirskofen den Status einer Pfarrei und 2 Jahre später wurde Ohu zusammen mit Ahrain eine eigene Pfarrei.

St. Peter, AltheimSt. Peter, Altheim1

Außenansicht: Der viergeschossige quadratische Turm wird durch Spitzbogenblenden im zweiten und dritten Geschoss belebt. Einfache zahrte Gesimse trennen die einzelnen Stockwerke voneinander. In der Glockenstube hängen zwei schlichte Glocken (16. und 17. Jahrhundert), die durch die Schalllöcher von außen zu sehen sind. Den Abschluss des Turms bildet ein Satteldach mit Wetterhahn.Beim langgestreckten Kirchenschiff fallen von außen die drei Fensterachsen und die Spuren des alten zugemauerten Südportals auf.

Innenansicht: Der Vorraum dient als kleine Marienkapelle. Die Decke bildet ein sternförmiges Netzgewölbe, das sich auf spitze Wappen stützt, während die achteckigen Birnstabrippen zu einem achteckigen Schlussstein streben.
Für das des Lesens unkundige Volk wurde das Langhaus mit Freskobildern von leuchtender Farbkraft geschmückt, die das Leben Jesu zum Inhalt haben. Darstellungen: Verlobung Mariä, Geburt Jesu, Taufe Jesu, Das letzte Abendmahl, Ölbergszene, Kreuzigung Jesu, und viele mehr. Während die Fresken des Langhauses der Unterweisung des Volkes dienten, sind die Darstellungen im Altarraum der Verherrlichung Christi gewidmet. Im Chor findet man ein spätgotisches Netzgewölbe auf gefassten Weidenpfeilern und ebensolchen spitzen Schildbögen. Die Wände und Gewölbefelder sind mit spätgotischen Wandmalereien bedeckt. In feierlicher Frontansicht blickt der thronende Christus auf den Betrachter. Die rechte Hand hat er zum Segen erhoben, in der linken hält er die Weltkugel. In der Mitte des Gewölbes, unmittelbar über dem Altar, sieht man auf zwei gegenüberliegenden Feldern das Schweißtuch Christi und das Lamm Gottes. Rundum folgen die Evangelistensymbole – der Löwe für Markus, der Adler für Johannes, der Engel für Matthäus und der Stier für Lukas. Alle Symbole sind von einem Heiligenschein umstrahlt und tragen Spruchbänder mit den Namen der entsprechenden Evangelisten. Engelgestallten mit und ohne Instrumente füllen die Stichkappen über den seitlichen Fenstern. Auf der Innenseite des Altarraums finden wir eine seltene Darstellung aus dem Alten Testament: Kain und Abel; In einem Getreidefeld versteckt sich der Teufel, während die Gotteshand auf das geopferte Lamm Abels hinweist.

Das große Deckengemälde stammt aus der Mitte des 18. Jh. und stellt den hl. Leonhard dar. Die Stifter des Bildes, angeführt von ihrem Pfarrer, schenken dem Heiligen ihre liebentbrannten Herzen, die ein Engel zum Himmel empor trägt und St. Leonhard reicht als Mittler diese Gabe an die Heiligste Dreifaltigkeit weiter. Nach der Kirchenrenovierung im 18. Jh. ließen sich die Altheimer Bauern etwas besonderes einfallen. Statt Namens- oder Nummerntafeln an ihren Plätzen anzubringen, wie es in vielen Kirchen üblich ist, ließen sie von einem bäuerlichen Maler ihren Schutzpatron mit Namen und Jahreszahl ehren. Im Eingangsbereich befinden sich eine Vielzahl von Votivtafeln, teil aus dem Jahre 1695.

St. Andreas, AltheimSt. Andreas, Altheim1


Mirskofen

Rokokobau vor 1770 mit Verwendung eines spätgotischen Turmes aus dem 15ten Jahrhundert.
Restauriert 1895. Renoviert und erweitert 1957.

Chor eingezogen mit zwei Jochen und Halbkreisschluss. Langhaus am Übergang zum Chor gerundet.
Quadratischer Turm südlich am Chor mit farblich abgesetzten Spitzbogenblenden und Spitzhelm mit vier Giebeln.

St. Maria Dolorosa, Mirskofen

Die Kirche liegt auf einem Hügel und schaut weit ins Tal hinaus.

Eine nicht mehr vorhandene Tafel verzeichnete eine alte Überlieferung:
Einem Bauern aus der Rottenburger Gegend seien die Ochsen durchgegangen. Er gelobte, an der Stelle, wo sie stehen bleiben und grasen würden, eine Kirche zu erbauen.

Das sei gewesen 888. Nach Pfarrer Simon Huber soll die Kirche viel früher entstanden sein. Falls er recht hätte, wäre die Salvatorkirche die ältere der beiden Mirskofener Kirchen, wobei man wohl eine Vorgängerkirche an Stelle der heutigen St. Salvatorkirche vermuten müsste.

Gesichert ist, dass Mirskofen nach der Matrikel von 1500 und der Pfarrvisitation von 1508 eine Zwölfapostelkirche hatte. Damit meinte man die Salvatorkirche. Der Erlöser (= Salvator) der Welt sandte die 12 Apostel aus, das Evangelium zu predigen. Die spätgotische Salvatorfigur von 1510 in der Brüstung der Empore lässt vermuten, dass das Langhaus schon im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

St. Salvator, Mirskofen

St. Michael, Artlkofen

Das Schmuckstück von Bruckbach ist die Kirche. Die katholische Kirche, St. Johannes dem Täufer geweiht, wurde als Filialkirche der damaligen Pfarrei Altheim erbaut.

Der gefällige Rokokobau ist von einem unbekannten Erbauer um 1750 an Stelle einer früheren Kirche entstanden. Auch das alte Gotteshaus befand sich an der gleichen Stelle, wie die noch vorhandenen alte Grundmauern beweisen. Der jetzige Bau hat einen etwas eingezogenen, im Halbkreis geschlossenen Chor. Das Langhaus ist am Übergang zum Chor gerundet. Die Sakristei befindet sich am Chorhaupt und ist ebenfalls im Halbkreis geschlossen. Der Spitzturm der Kirche befindet sich an der Westseite. Der Turm ist im Oberbau an den Ecken abgeschrägt und mit einem modernen Spitzhelm über vier Giebeln ausgestattet. Das Deckengemälde im Langhaus stellt das Martyrium des hl. Sebastians dar und stammt aus dem Jahr 1756.

Wie eine Kirchenrechnung im Kreisarchiv Landshut zeigt, stammt der Hochaltar aus dem Jahr 1751. Er ist mit vier Säulen versehen, wobei das äußere Paar gewunden ist. Am Altarblatt ist die Taufe Christi dargestellt. Am Hochaltar sind außerdem zwei schöne Figuren aufgestellt. Links stehen die hl. Notburga und rechts die hl. Apollonia als schöne bemalte Holzfiguren. Ungefähr aus dem gleichen Zeitraum wie der Hochaltar sind die beiden, im Langhaus stehenden Seitenaltäre, mit je zwei gewundenen Säulen. Im Altarblatt des nördlichen Seitenaltars ist St. Anna und im südlichen die Immaculata (= Maria ohne Erbschuld empfangen) dargestellt.

Sehr schön sind auch die Stuhlwangen mit barockem Rankwerk, welche in den Jahren nach 1700 gefertigt wurden. An der Nordwand des Langhauses befindet sich die wunderbare, spätgotische und bemalte Holzfigur St. Maria. Diese wertvolle, 1,20 m hohe Schnitzerei ist um 1470 in der Landshuter Schnitzereischule entstanden.

St. Johannes d. Täufer, Bruckbach


Mettenbach

St. Dionysius, Mettenbach

Zum Stift Obermünster in Regensburg gehörte die Pfarrei St. Dionysius in Regensburg, deshalb bekam wohl auch die Pfarrkirche in Mettenbach den hl. Dionys als Kirchenpatron, war doch die Gmain Mettenbach seit 833 eine Propstei des von der Gemahlin des ostfränkischen Königs Ludwig des Deutschen, der in Regensburg residierte, gegründeten Frauenstift Obermünster, und die ostfränkischen Karolinger bevorzugten Dionys als Nationalheiligen.

Im 12. Jh. wurde die erste Pfarrkirche, wegen des Frauenklosters meist Frauenkirche genannt, als mittelalterliche Anlage mit wuchtigem, nahezu quadratischem Ostturm und in der Tonne gewölbtem Chor erbaut. Später wurde der Turm achteckig erhöht und mit einer Kuppel versehen, wie auch das Kirchenschiff erweitert, barock verändert und eine Eingangsvorhalle angebaut. Außen an einem der zwei mächtigen Turmstützpfeilern ist ein 60 cm hohes und 42 cm breites Kalksteinrelief des Ammerbauern Lorenz Neumair, gestorben am 12. Januar 1721, er und seine Gattin vor dem Kreuz kniend dargestellt, eingesetzt.

Am 17. Juli 1966 war bei strömendem Regen durch H. Domkapitular Häglsperger Grundsteinlegung für die neue Pfarrkirche. Das helle, weite Bethaus wurde von der örtlichen Baufirma Irlbeck unter der Planleitung von Kirchenarchitekt Haindl, München, errichtet. Der Blickmittelpunkt an der Vorderseite ist eine kreisrunde Kreuz-Komosition, eine in Kupfer getriebene Arbeit des niederbayerischen Bildhauers Wurmer. Den Raum schücken weiter Statuen aus der alten Kirche, mehrere aus der Veitskirche sowie die Rosenkranzkönigin und der gegeißelte Heiland von der Wieskapelle. Der Turm der ehemaligen Kirche blieb erhalten. Weihbischof Hiltl weihte am 12. Mai 1968 das neue Pfarrgotteshaus.

St. Veit, MettenbachSt. Veit, Mettenbach2

Der stattliche Barockbau steht an Stelle einer älteren Kirche, von der noch der spätgotische, aus dem 15. Jahrhundert stammende Unterbau des Turmes steht. Dieser wurde im Jahre 1740 zur Verstärkung ummantelt, damit darüber der Oberbau achtseitig, barock, mit Eckpilastern, erhöht und mit einer Kuppel errichtet werden konnte. An den zwei unteren Geschossen wurden gotische Spitzbogenblenden gefasst. Im Erdgeschoss ist die Sakristei mit gotischem Netzgewölbe auf gefassten Wandpfeilern und spitzen Schildbögen, Spitzkonsolen und Birnstabrippen untergebracht. Das Langhaus wurde um 1680 – 1700 größer umgebaut, der Chor wurde 1700 von Hans Widtmann, Maurermeister zu Pfeffenhausen, abgebrochen und in größeren Verhältnissen neu aufgebaut. Außen am Bau ist Lisenengliederung und ein Schmuckgesims, über dem Portal ein Kreuz mit drei Querbalken.

Das Innere des Gotteshauses ist bemerkenswert durch die gute Raumwirkung. Der Chor weist Tonnengewölbe mit Stichkappen auf verkröpften Pilastern auf, ist wenig eingezogen, mit zwei Jochen und Schluss in drei Achteckseiten. Das Langhaus hat ebenfalls Tonnengewölbe mit großen Stichen auf einfachen Wandpilastern, dazu Stuckrahmenfelder, aufgeteilt in vier Jochen. Der Aufbau des Hochaltars mit vier Säulen und zwei seitlichen Halbsäulen zeigt in einem figurenreichen Altarblatt das Martyrium des hl. Veit in siedendem Öl eines Kessels. Die Seitenfiguren stellen St. Georg und Antonius von Padua dar. Der Maler Joseph Stelzer aus Teisbach fasste 1784 den Tabernakel rokoko mit geschliffenem Marmor und gutem Gold. Links und rechts davon zwei Engelsfiguren, sie kamen 1914 aus der Totenkapelle im Friedhof hierher. Seitlich des Altars im Chor sind Bischof Nikolaus und Papst Silvester, auch die vor 1864 früheren Seitenaltarbilder mit den Darstellungen der Anbetung der Hirten und der Heiligengruppe Florian, Sebastian und Barbara. Das Deckengemälde zeigt die Aufnahme des hl. Veit in den Himmel; das Chronostichon der Umschrift ergibt das Entstehungsjahr 1739. Die beiden Seitenaltäre mit je vier Säulen fasste 1750 der Maler Wolfgang Corteletsch, Landshut, neu. Die modernen Altarblätter stammen von 1865. Im Jahre 1660 wurde der Polygonkorpus mit Ecksäulchen der Kanzel vom Landshuter Schreiner Hans Zier gefertigt. Beachtlich sind die Stuhlwangen mit Akanthusrankenwerk (distelähnliche, 1 m hohe Pflanzen-Blattornament) aus 1700. Am 25. März 1916 wurde die auf über 350 Jahre alt geschätzte Pieta für die gefallenen Krieger erworben. Der Kreuzweg wurde bei der großen Renovation 1864 neu angekauft. 1729 lieferte Franz Mittermeier aus Landshut die Rokoko-Orgel, die einzige dieser Bauart von ihm, die noch größtenteils in der ursprünglichen Bauweise erhalten blieb. Unter der Empore steht ein Frührokoko-Beichtstuhl mit Band- und Gitterwerk.

Pfarrheim Mettenbach

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer auf der Kreisstraße von Mettenbach in nördliche Richtung nach Oberröhrenbach fährt, kommt auf der Waldeshöhe oben rechts an einer von hohen Fichten umsäumten Lichtung, inmitten ein Kirchlein stehend, vorbei. Gar oft rastet hier auf einer Bank, im wahrsten Sinne in Gottes freier Natur ein Mensch, Ruhe und Erbauung suchend und findend für Leib und Seele an diesem so idyllisch gelegenen stillen Plätzchen mit dem kleinen Rokokobau, der Wieskapelle zu Ehren des gegeißelten Heilands.

Auf einem achtseitigen Dachreiter über dem Chor sitzt eine mit grüner Patina überzogene kupferne Turmzwiebel. Je drei geschweifte Fenster an den mit leuchtenden Farben neu getünchten Längsseiten mit Lisenengliederung lassen Licht ins helle Innere. Durch das Portal mit Pilastern und geschweiften Halbgiebeln treten wir ein. Das Langhaus mit Flachtonne, mit Stichkappen und Wandpilastern ist am Übergang zum Chor gerundet, der Chor selbst eingezogen und rund geschlossen. Vier Säulen, davon das innere Paar gewunden, umrahmen das Altarblatt „Christus an der Geißelsäule“.

St. Ulrich und St. Martin, Unterröhrenbach

Das Kirchlein in Unterröhrenbach, St. Ulrich und St. Martin geweiht, ein kleiner, spätromanischer Bau, stammt wohl aus dem 12. – 13. Jh.. Das Langhaus schmückt außen ein Rundbogenfries, das sogenannte Deutsche Band, die gebräuchlichste Zierform bei romanischen Bauten. Das Gotteshaus wurde bei Reparaturen 1630 und 1700 barock verändert. An der Ostseite des Chors ist ein romanisches Rundbogenfensterchen, ein ebensolches an der Westseite das Langhauses ist zugemauert, wie auch der ehemalige Rundbogeneingang an der Südseite vermauert ist. Im barocken Dachreiter mit Kuppel hängt eine Glocke, ohne Unterschrift, aus 1758, gegossen von Joseph Mair. Innen wurde die quadratische Choranlage im Turmuntergeschoss neu gewölbt wie auch die flache Decke im Langhaus, sechs neue Fenster wurden ausgebrochen und unten und oben barock gerundet. An der Leibung des runden Chorbogens sind Barockpilaster.

Bei Verputzarbeiten im Jahre 1989 stieß man am Giebel der Westseite auf Höhe der Empore auf einen zugemauerten Türeneingang, vermutlich zu einem Verbindungsgang zum Ammerhof-Wohngebäude. Der Spätrokokoaltar stammt aus 1784, das Altarblatt mit dem hl. Ulrich ist modern. Im Volutenaufsatz ist eine Holzgruppe, St. Martin, beritten, aus dem 18. Jh.. Die Stuhlwangen von 1750 weisen Rokokomuschelwerk auf. Eine einfachere Holzfigur aus dem späten 14. Jh. Stellt den hl. Urlich, in der Linken ein Buch, dar.


Ohu / Ahrain

Anschrift:
Landshuter Straße 4, Essenbach-Oberahrain
Telefon: 08703 2290
Telefax: 08703 908617

Katholikenzahl: Zur Pfarrei Ahrain gehören 2200 Katholiken. Auf dem Pfarrgebiet leben 140 Nichtkatholiken.

Zur Pfarrei gehörende Ortschaften: Oberahrain, Ohu, Unterahrain, Gaden, Wattenbacherau

Geschichte: Die starke Siedlungstätigkeit in Oberahrain und Ohu erforderte den Bau einer Kirche und die Bildung eines eigenen Seelsorgebezirks. Nach dem Bau der Kirche St. Erhard in Oberahrain 1962/63 wurde mit Wirkung zum 01.07.1964 die Pfarrkuratie Ahrain errichtet, die zum 01.01.1967 zur Pfarrei erhoben wurde.

Die Pfarrei ist im Internet unter der folgenden Adresse http://www.sterhard.de vertreten. Auf den Webseiten finden Sie Informationen über Gottesdienstzeiten, aktuelle Veranstaltungen, die Kirchen und die verschiedenen Gruppen und Gremien der Pfarrei.

Pfarrkirche St. Erhard, OberahrainPfarrkirche St. Erhard, Oberahrain2 Pfarrkirche St. Erhard, Oberahrain1

Am 06.05.1962 wurde der Grundstein für die St. Erhards-Kirche in Oberahrain gelegt, welche bereits am 19.07.1964 konsekriert werden konnte. Mit der Errichtung der Kirche wurde Ahrain selbstständige Seelsorgestelle. Am 1. Januar 1967 wurde Ahrain Pfarrei.

Die modere Ausgestaltung der Pfarrkirche stammt von dem bekannten Künstlerehepaar Reidel aus Obergangkofen. Im Mittelpunkt des Chorraumes befindet sich über dem Hochaltar ein einfaches, großes Kreuz. Darunter wurde der Tabernakel in die Wand eingelassen. Das golden leuchtende Kunstwerk zeigt feine Relief-Darstellungen mit acht Motiven aus dem Leben Jesu: Geburt Jesu zu Bethlehem, Versuchung in der Wüste, Totenerweckung des Lazarus, Taufe Jesu im Jordan, Einzug in Jerusalem, Jesu vor Pilatus, Kreuzigung und Auferstehung.

Rechts im Kirchenschiff findet sich der Kirchenpatron St. Erhard mit dem Stein von Frauenberg dargestellt. Der hl. Erhard war etwa um 700 Bischof von Regensburg. Er gründete 7 Klöster in den Vogesen. Als er die blindgeborene hl. Odilia taufte, erhielt diese ihr Augenlicht wieder. Der Legende nach wurde er von Altheimer Bauern vertrieben und schwamm auf einem Stein über die Isar, um schließlich in Frauenberg Zuflucht zu finden.

Auf der linken Seite bietet eine Schutzmantel-Madonna Zuflucht für betende Menschen. Das Zepter in der Hand unterstreicht ihre Würde als Königin des Himmels.

Der Kreuzweg Christi wird in ausdrucksvollen Reliefen dargestellt. Die Orgel erklang zum ersten Mal am Heiligen Abend des Jahres 1967 in der Kirche. Sie ist ein Werk des Orgelbauers Michael Weise aus Plattling. Besonders bemerkenswert ist das Glasfenster an der Rückseite der Kirche. Es zeigt die Heiligste Dreifaltigkeit. Die Grundform des Dreiecks ist ein Symbol des dreieinigen Gottes, die drei bunten Felder weisen auf die drei Personen des einen göttlichen Wesens hin. Der untere Abschluss symbolisiert die vier Evangelisten.

St. Joseph, Unterahrain1 St. Joseph, Unterahrain

Von 1948 bis 1950 setzte der Kirchenbauverein Unterahrain den Bau der Kirche durch. Am 16.07.1950 fand die feierliche Kircheneinweihung statt. Der Bau des Turms erfolgte im Jahre 1954. Seit 1951 wurde der neu angelegte Friedhof benutzt. Ein Leichenhaus richtete man erst später im Turm der Kirche ein.

Im Innenraum der Kirche ist der Hochaltar bemerkenswert. Das barocke Kunstwerk um 1740 stammt aus der Essenbacher Kirche. Es stellt den sogenannten „Heiligen Wandel“ dar. Den Kopf der Muttergottes fertigte wahrscheinlich der berühmte Landshuter Bildschnitzer Christian Jorhan an. Die Szene am Altarbild wird von zwei Altarflügeln eingefasst. Der linke zeigt die Vermählung Marias und Joseph, der rechte berichtet über den Tod des Hl. Joseph. Die mittlere Abbildung erlaubt zwei Deutungen: die Rückkehr aus Ägypten oder die Reise zum Tempel nach Jerusalem.

Eine einfache Marienfigur, ein Kreuz und Kreuzweg in Metallreliefs gehören zur schlichten Ausstattung der Kirche.